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Uni und Co.

Alsoooooo...

Langsam habe ich mich eingelebt, einen richtigen Rhythmus habe ich allerdings noch nicht gefunden. Das hängt wohl auch damit zusammen, dass sich am Anfang erstmal alles einspielen muss und derzeit viel zu tun ist. Aktuell stehen 2 Gruppen-Präsentationen, 1 eigenes Paper (20 Seiten), 2 Hausaufgaben, ein Gruppenprojekt und sonstige Lektüren an. Die erste PowerPoint-Präsentation haben wir fertig: Inhaltlich und sprachlich sicherlich verbesserungswürdig, allerdings ist die Sprachbarriere doch relativ hoch / die Kommunikation nicht sehr einfach... Immerhin sieht die Präsentation sehr schick aus ;-) Die Präsentationsfolien und die Show drum herum sind hier ein nicht zu vernachlässigender Bestandteil. Ebenso sollte die Sprache nicht zu ausgefallen sein, sodass jeder dem Vortrag folgen kann...

Spannender sind jedoch die Kleinigkeiten, die sich im Unileben abspielen: Morgens stehen wir alle auf und singen zu Beginn die Hymne der Universität, gefolgt von der Hymne des Colleges der Universität, an der wir studieren. Das scheinen die Chinesen hier alle sehr ernst zu nehmen, deshalb singen sie stets kräftig mit. Bei dem Kindergarten um die Ecke wird auch viel gesungen. Vermutlich können die meisten deswegen relativ gut singen (so war auch meine Karaoke-Erfahrung bisher). 

Weiteres zur Uni: Gewöhnungsbedürftig finde ich, dass man sich das Toilettenpapier bei den Toiletten vorher auf dem Gang aus der Rolle nehmen muss. Sonst sitzt man ohne da... Ganz und gar nicht gewöhnunsbedürftig ist das Essen in den 4 Kantinen: Es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichem Essen und man wird für wenig Geld sehr satt. Zudem schmeckt das Essen meiner Meinung nach sehr gut - definitiv empfehlenswert! Bisher habe ich es immer noch geschafft, jeden Tag verschiedene neue Sachen zu probieren. Ein schönes Gefühl und ich bin zuversichtlich, dass das Gefühl noch etwas anhält :-)

Mit den meisten meiner Kommilitonen, sowohl den chinesischen als auch den europäischen, komme ich übrigens sehr gut klar (es gibt durch die gemischte/Quoten-Gruppenbildung einen regen Austausch auch mit den Chinesen)! Apropos Quote: Ein paar Mädels haben mir erst kürzlich erzählt, dass sie in einer Bar arbeiten. Arbeiten heißt in dem Fall nicht servieren oder hinter der Theke, sondern einfach in der Bar sitzen / anwesend sein und sich dafür bezahlen lassen. Sie müssen nicht mal mit Gästen reden. So bekommt man auch europäische Frauen in die Bars...

In den nächsten Tage versuche ich mir dann endlich mal Guangzhou anzusehen. Das wird langsam mal Zeit!