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Shenzhen

Bevor es morgen Abend nach Zhangjiajie und anschließend nach Changsha geht (dort sind es aktuell etwa 5 Grad und leichter Regen, in Guangzhou werden es während meiner Abwesenheit wieder über 20 Grad und Sonnenschein) war ich heute mit Carla in Shenzhen, der Stadt an der Grenze zu Hongkong. Heute Morgen war uns beiden nicht wirklich nach Sightseeing, aber wir hatten das Zugticket den Abend vorher schon gebucht - also aus dem Bett quälen und los. 

Zum Glück! Wenn auch etwas verspätet.. Schnelleren Schrittes haben wir es noch geschafft, unsere Tickets rechtzeitig abzuholen und durch den Sicherheitscheck zum Zug zu gelangen. Aufenthalt oder Langeweile gab es unterwegs definitiv nicht. Beim Einchecken zum Gleis, 5 Minuten vor Abfahrt, war auf einmal eins der beiden Tickets verschwunden. Es hieß: neu am Schalter kaufen. Das hätte uns viel Zeit, Geld und Nerven gekostet. Nach kurzer Diskussion und dem Vorzeigen der elektronischen Buchungsbestätigung konnten wir jedoch mitfahren. Tatsächlich hatte jemand sogar das Zugticket gefunden und abgegeben, sodass es uns im Zug überreicht wurde (man braucht das Ticket auch zum auschecken am Zielbahnhof, sonst muss man den vollen Fahrpreis erneut entrichten). 

Unterwegs hatten wir nachgesehen, was es in Shenzhen zu unternehmen gab. Wir entschieden und zunächst für das Splendid China Folk Village, in dem Miniaturmodelle der Chinesischen Sehenswürdigkeiten sowie Häuser im Baustil der ethnischen Minderheiten des Landes abgebildet waren. Während die Miniaturmodelle faszinierend und meist detailgetreu erschienen (einige hatte ich im Original geringfügig anders in Erinnerung), wurden die Minderheiten meist nur als primitiv abgestempelt - eine ausführlichere Beschreibung fehlte leider... 

Ich hätte einen ganzen Tag in dem Park verbringen können. Nach 5 Stunden (wir konnten leider nicht den ganzen Park, geschweige denn die Shows sehen) verließen wir mangels Zeit den Park und gingen schließlich Richtung Bahnhof in eine Art Design-Mall, in der handwerkliche Meisterwerke präsentiert wurden. Kreative, hochwertige und ausgefallenen Krimskrams zum Einrichten einer Wohnung. Ich bin zwar kein Design- oder Innenarchitekturexperte, allerdings waren die einzelnen Geschäfte wahrhaft ein Traum und unbeschreiblich reizüberflutend (im Positiven Sinne). Fotos waren verboten... 

In fast letzter Minute hatten wir es letztendlich wieder zum Gleis geschafft. Allerdings war der Zug dieses Mal 20 Minuten verspätet (es war kein Fernverkehrszug). Auf der Rückfahrt steht nun also Blog schreiben, WeChat-Diskussionen mit meiner Gruppe für unsere Präsentation morgen früh und Bilder löschen an. Morgen ist dann der ganze Tag Uni bevor es abends mit dem Nachtzug nach Zhangjiajie geht! 

Viel Spaß zu Hause bei den Weihnachtsmärkten!