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Shanghai - Teil 2 + Suzhou

Shanghai - Teil 2.

Nach den ersten beiden Tagen waren noch ein paar sehenswerte Orte übrig geblieben - so bin ich zuerst in die Altstadt von Shanghai (Nangshi), den Yuyuan Garten und den City God Temple. Den Tempel kann man sich sparen, der Yuyuan-Garten war hingegen sehr ansehnlich. Auf dem Weg zur Altstadt hatte ich dann die Möglichkeit, zwei Männern und ein paar männlichen Zuschauern beim Go-Spektakel beizuwohnen. Witzig zuzusehen, wie die mit den eigenen Steinen auf die anderen Steine draufhauen :-D

Dann ging es zum Gründungsort der KP - Einlass kostenfrei, allerdings mit Fingerabdruck. Das naheliegende Viertel um den Gründungsort der KP hat sich mittlerweile in eine westliche Foodstreet verwandelt, in dem man unter anderem im Oktober im Paulaner Biergarten das Shanghaier Oktoberfest erleben kann. Über die Marx-und Engels-Statuen wollte ich dann ins Shanghai-Museum. Da die Schlange riesig war, entschied ich mich dagegen und gelang stattdessen zufällig in das darunter gelegene unterirdische "Hongkong shopping center". Da ich nun meines Erachtens alles bis auf das Shanghai-Museum gesehen hatte, entschied ich mich spontan, für den Folgetag Zugtickets nach Suzhou zu holen. 

Beim Abendessen hatte ich mich für ein Restaurant entschieden, bei dem man auf einer Karte seine Wahl ankreuzen sollte. Die Spezialisten hatten mir natürlich eine bereits benutzte Karte gegeben - der Tisch vorher hatte alles umkreist. Daher habe ich mich bei der Wahl für das Ankreuzen entschieden. Natürlich war das Bestellen ein riesiges Durcheinander und ich habe anderes/weniger Essen bekommen, als ich wollte... 

 

Szuhou:

Tags drauf ging der Wecker früh, damit ich viel von Suzhou sehne konnte. Ich hatte mir eine Menge möglicher Orte raus gesucht und am Ende des Tages etwas mehr als die Hälfte geschafft... Dabei habe ich für die beiden weiter weg gelegenen Orte sogar extra Didi benutzt (das chinesische Über). Didi ist eine super transparente App und die Fahrer sind... Flott und flexibel unterwegs. Allerdings bestanden beide darauf, dass ich den Gurt anlege. Ob das wohl begründet ist? Wir kamen schnell voran - wobei die Rollerfahrer natürlich wegen ihrer eigenen Spur und dem konsequenten ignorieren sämtlicher Ampeln schneller sind. Auf einigen Rollen saßen heute sogar 3 oder 4 Leute drauf... 
Über den Tigerhügel ging es zum Garten des Verweilens. Auch hier fassten die Leute wieder alles an und klopfen auf diverse Gegenstände, um ihre Echtheit zu überprüfen...

Über einen sehr authentischen Gemüse- und Fischmarkt (ich würde mir da wahrscheinlich nichts kaufen, aber die Vielfalt an exotischemblnFisch, Meeresfrüchten, Aal, Schlangen, Schildkröten, etc. war gigantisch) ging es nach Panmen und die Wumen-Brücke. Insgesamt war ich in drei verschiedenen großen Gärten und in jedem hätte ich Stunden verbringen können. Man geht 2 Meter weiter und erhält jedes Mal eine komplett andere Sicht. Gut, dass die neue SD-Karte noch leer war... Ebenfalls habe ich mir heute wieder ein paar Pagoden und Tempel angesehen. Es gibt super schöne und kostenlose Gärten, Tempel und Pagoden, die sich niemand ansieht. Aber sobald die Attraktionen ein AAA-Attraktionen-Rating haben, werden sie gleich schweineteuer und total überfüllt...

Zuguterletzt habe ich mir die ehemalige Seidenfabrik und das Garten-Museum angesehen (das erklärt, wie die Unterschiede der Gärten sind). Suzhou, Hangzhou und Nanjing waren die drei Seide-Hochburgen, wobei Suzhou eine besonders wichtige Rolle einnahm. Mein Highlight waren neben den verschiedenen Maschinen vor allem die lebenden Seideraupen bei der Arbeit (und zum anfassen). 

Da war jetzt schon viel Sonstiges dabei... Was gibt's weiteres neues? In der Fußgängerzone in Suzhou wurde mir richtig bewusst, wie wichtig die richtige Show und Musik für einen erfolgreichen Stand ist. Während sich vor einigen Essensständen lange Schlangen bildeten, waren einige Stände komplett leer - dabei boten beide auch optisch das gleiche Essen an. Kurz zu den Malls: Shopping-Malls spielen eine immens wichtige Rolle in der Gesellschaft und ihr Aufbau ist immer sehr ähnlich - im 1. Untergeschoss Imbiss, im EG Schmuck und Parfüm, darüber Frauenmode, Männermode, Elektronik, Sport, Restaurants. Eigentlich ganz praktisch, dass die Imbisse in - 1 liegen. Vor allem da die Malls an den Kreuzungen oft im - 1-Bereich direkt mit der Metro verbunden, falls es eine gibt. 

Last but not least habe ich heute nur noch einen Bummelzug nach Shanghai gebucht bekommen. Der ist aktuell eine halbe Stunde verspätet. So viel zum Thema Pünktlichkeit. Ich glaube das gilt nur für die teuren Züge. Die günstigen und langsamen Züge haben nachrangige Priorität. Ab Shanghai geht es dann heute Abend per Nachtzug nach Peking. Bis die Tage ;-)