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Reisevorbereitungen - Teil 2

Also.... ganz so einfach mit "einfach los und gut ist" scheint es wohl nicht zu sein. Zunächst einmal ist mir jetzt erst richtig bewusst geworden, wie groß das Land und die Städte sind. Die meisten "kleineren" Städte haben 2  bis 6 Millionen Einwohner - an einem Tag lässt sich das Wichtigste wohl leider nicht abklappern und die Entfernungen zwischen den interessanten Städten beträgt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bei cleverer Route 2-12 Stunden (meist 4-6 Stunden). Sei's drum, man muss ja nicht alles nach Checkliste gesehen haben, sondern ein Eindruck der verschiedenen Städte und deren Essen zu bekommen finde ich interessanter, als in jedem einzelnen Museum gewesen zu sein. Allerdings stellt sich bei den Millionenstädten doch die Frage der Unterkunft und natürlich des öffentlichen Nahverkehrs. Eigentlich kein Problem, würde man die chinesischen Schriftzeichen und die Sprache beherrschen. Tue ich leider nicht und Englisch kann leider auch niemand. Der Übersetzer kann nur vereinzelt helfen (statt Honig bekommt man dann eben puren Zucker), Hand und Fuß hat bisher auch eher dürftig funktioniert... Abwarten, wie es unterwegs wird :-P

Das mit dem Multiple Entry Visum hat sich übrigens jetzt schon erledigt - ich hätte noch ein paar weitere Schritte unternehmen und einiges an Geld blechen müssen. Da habe ich aufgrund der Zeitbegrenzung keine Lust drauf und das ist es mir nicht wert... Jetzt kann ich wenigstens guten Gewissens den nächsten Monat entspannt und ohne Stress reisen und viele der Städte und Landschaften des Landes auch im November, Dezember oder Januar besichtigen. Eine grobe Route gibt es schon, allerdings scheinen viele Züge schon ausgebucht zu sein (selbst die Stehplätze für 4 Stunden) - viel varrieren kann ich die Strecke leider auch nicht. Auch hier wird man sehen, was sich unterwegs ergibt. Generell können die Tickets zwar vorab gegen einen Aufschlag online erworben werden, sie müssen allerdings vor Fahrt dennoch am Schalter abgeholt werden. Man spart also nicht viel Zeit und ich kann mich auf lange Wartezeiten für die Zugfahrten einstellen. Vorher muss mein Passport allerdings erstmal persönlich von der Chinesischen Bahn gecheckt werden...

Zuguterletzt muss ich gestehen, dass ich wohl schon 1-2 Kilo zugenommen habe (was wohl daran liegt, dass ich 3-5 mal am Tag warm esse)... Es gibt so viele verschiedene Küchen und Spezialitäten: Nudeln, Reis und Teig bilden die Grundlage und neben Schwein und Huhn gibt es allerhand Meeresfrüchte und unzählige Gemüse- und Obstsorten zu erschwinglichen Preisen. Deftig und süß, warm und kalt. Alles wird ausprobiert (das habe ich mir zumindest vorgenommen, Fischköpfe und Schweinefüße möchte ich allerdings lieber mit Anleitung eines Chinesen verzehren). Mein Zwischenfazit: Ich bin mir recht sicher, hier das kulinarische Paradies gefunden zu haben (auch wenn meine Mitbewohner das vielleicht ein wenig anders sehen als ich...) und hoffe, das Zwischenfazit nicht revidieren zu müssen. 

Morgen ist verpflichtender Uni-Tag, Sonntag Vorbereitung für die Reise und Montagmorgens geht's dann los!

Bis dahin liebe Grüße nach Deutschland!