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Mein Auslandssemester

Mit diesem Blogeintrag möchte ich gerne ein paar finale Worte loswerden. Wer den Blog gelesen hat, wird gemerkt haben, dass ich China, also das Land, die Städte, die Natur, die Menschen und das Essen sehr zu schätzen gelernt habe. Ich habe viele neue positive und auch einige negative Eindrücke gesammelt. Vieles (kulturelle) ist mir weiterhin ein Rätsel und löst immernoch Kopfschütteln bei mir aus - immerhin werde ich nicht mehr so überrascht, wie zu Beginn.
Anbei eine kurze geographische Zusammenfassung der Städte/Regionen, die ich besucht habe:

Ursprünglich wollte ich zu ein paar besonders schönen Städten noch ein paar Worte verlieren oder zumindest ein paar Empfehlungen aussprechen. Allerdings bin ich der Meinung, dass jeder selbst seine eigenen Erfahrungen machen sollte und der Blog an sich schon einen ausreichenden Eindruck zu meinen Erfahrungen liefern sollte. Vieles lässt sich auch einfach nicht in Worte fassen und man kann bestimmte Dinge nur glauben, wenn man sie mit eigenen Augen gesehen hat. 4,5 Monate sind natürlich nicht ausreichend, um tiefgreifende Einblicke in die Kultur zu bekommen. Dafür müsste man ohnehin in einer einheimischen Familie wohnen. Zudem wären weitere Einblicke in das Geschäftsleben spannend. Vielleicht in der Zukunft?! Das Semester war mit Sicherheit nicht der letzte Trip nach China. Glücklicherweise gab es auf dem Rückflug zum Frühstück nochmal Dim Sum, wenn auch in einer etwas anderen Qualität, als frisch von den Straßenständen:

Zu meinen Mitbewohnern habe ich oft gesagt, dass überall Deutsche anzutreffen sind. Das war meist negativ behaftet. In Wahrheit ist es aber so, dass ich zu Reisen nach China und in andere Länder ermutigen möchte. Geht raus, schaut zu, tauscht euch mit Fremden aus und lernt von ihnen (gerne auch in Deutschland). Genau das haben die vielen Deutschen (und natürlich auch alle anderen Reisenden) getan und das ist gut so. Wenn wir von anderen Kulturen lernen, hilft es uns im Umgang und Zusammenleben mit anderen Menschen. Auch Menschen uns noch unbekannter Kulturen.
Jetzt nach Hause zu geflogen zu sein stimmt mich trauriger, als erwartet. Auch überall deutsch zu hören und westliche Gesichter zu sehen, ist seltsam. Dabei hatte ich zwei deutsche Mitbewohner. Seltsam. Überall deutsch zu hören lenkt irgendwie ab. Man ist nicht mehr nur mit seinen Gedanken bei sich, sondern hört überall zu und fühlt sich angesprochen. Aber auch das legt sich bestimmt schnell... Außerdem ändert sich ja nicht alles: Mit Stäbchen Reis zum Frühstück essen kann ich ja weiterhin. Nur kochen muss ich selber...
Ich bin sehr dankbar für die Zeit in China und ich hoffe, ihr hattet mit dem Lesen des Blogs ebenso viel Spaß wie ich mit dem Schreiben!
Danke an dieser Stelle auch an meine Mitbewohnerin Carla, die die Idee mit dem Blog hatte. Und natürlich danke an meine "offiziell treuesten Leserin" S.O., die ab und zu auch nach Updates gefragt hat, wenn ich mal weniger geschrieben habe. Und natürlich danke an alle, die irgendwie direkt oder indirekt in die Reise involviert waren ;-) Ihr alle habt mir eine sehr tolle Zeit ermöglicht!
Auch wenn ich gerade traurig bin, freue ich mich dennoch auf die nächsten Monate in Frankfurt - sie versprechen durchaus aufregend zu werden!

PS: Bei einer Tasse Tee oder Kaffee bin ich gerne bereit für die ein oder andere Zusatzinfo.