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Lijiang

Lijiang ist ebenso wie Kunming und Dali einen Abstecher wert. Allerdings besser mit Sonnencreme. Gestern Abend kam mir die Idee, warum ich hier so leicht Sonnenbrand bekomme; Kunming liegt auf 1900m, Dali auf 2000m und Lijiang auf 2400m Höhe. In Dali und Lijiang ging es bei den Wanderungen dann auf etwa 2800m. Dadurch, dass es hier sehr flach ist und überall Seen und Flüsse sind (und der Schnee derzeit erst ab etwa 3500-4000m beginnt), war mir die Hochebene nicht mehr bewusst.

Nun zu Lijiang: Es ist gut, dass ich die Stadtreihenfolge in der Yunnan Provinz so gewählt habe, wie ich es getan habe. Die Altstadt von Lijiang ist nochmal schöner, als die Dalis. Dementsprechend viele Hotels, Restaurants und Geschäfte gibt es. Trotzdem alles sehr klein gehalten, nicht überlaufen und architektonisch in altem Stil gebaut (wenn auch sehr gut gepflegt und restauriert). Die öffentlichen Toiletten sind im Übrigen sehr modern (auch wenn es keine Sitztoiletten gibt). Einen schönen Blick auf die Altstadt im Westen und die Neustadt im Osten sowie auf die umliegenden Hügel und den Jadedrachenberg hat man vom Löwenhügel in der Mitte der Stadt und vom Elefantenhügel am Rande der Stadt.

Hier der Blick auf die Altstadt 

Hier der Blick vom Elefantenhügel (ca. 2800m Höhe) zum Jadedrachenberg (gut 5500m Höhe). 

Zum Mittagessen hatte ich mir überlegt, mal etwas neues auszuprobieren und mich für dieses Gericht hier entschieden:

Kurz in der Pfanne anbraten, etwas Chilli, Knoblauch und sonstige Gewürze hinzufügen - fertig. Allerdings muss ich gestehen, dass ich nur etwa ein Drittel des Tellers gegessen habe. Ist nicht unbedingt mein Favorit... 

Nach dem Mittagessen ging es zum Dragon Pool Park, von wo aus man auch einen schönen Blick auf den Berg hat:

Danach ging es zum elephant hill (Foto siehe weiter oben). Djesen darf man aus Sicherheitsgründen nur mit mindestens 4 Personen betreten. Ich war allerdings alleine unterwegs. Blöd... Zum Glück kamen nach kurzer Zeit noch zwei Einheimische und wir gingen die ersten Meter zusammen los. Danach trennten sich natürlich die Wege...

Zum Abendessen hatte ich die Wahl und ich entschied ich mich für Fisch und etwas Reis und gegen die etablierten Ketten aus dem Westen (siehe 2. Bild):

Der Herr des Hauses wollte mit mir den Fisch aussuchen. Natürlich verstand ich ihn nicht und so angelte er ihn eben ohne mich. Übrigens wären die Kosten für McDonalds, KFC, Pizza Hut oder Starbucks gleich oder höher gewesen, als der ganze Fisch mit Reis und Tee... 

Nach dem Abendessen ging es durch die Altstadt. Gar nicht so einfach, ohne sich zu verlaufen. Mit der groben Orientierung an der Sonne und Baidu schaffte ich es kurz vor Sonnenuntergang heim. Ein ereignisreicher Tag. 

Jetzt sitze ich im Bus zur Tigersprungschlucht - eine 2-Tages-Tour. Die Wanderung soll ein Highlight sein und ist als eine der wenigen Touren hier, die für Touristen erschlossen ist (es fahren Busse und es gibt Unterkünfte). Im Hostel wurden noch viele weitere Tagestouren angepriesen - allerdings muss man entweder viel Geld bezahlen oder den gesamten Weg zu Fuß bestreiten. Schilder gibt es auch nur wenige. Aufgrund zahlreicher Empfehlungen und aus Zeitgründen habe ich mich deshalb für die Tigersprungschlucht entschieden. Die Vorfreude steigt. In jener Stunde sollen wir ankommen.