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Erste Nacht on Tour

Samstag ging es tatsächlich los mit dem Flieger von Guangzhou nach Nanjing. Gerade nochmal Glück gehabt, denn Sonntag und Montag ruht der Zug- und Bahnverkehr in Guangzhou wegen eines Taifuns...

Am Samstag um 22 Uhr stand ich also endlich vor der Adresse auf meinem Zettel. Aufgrund meiner mangelnden Chinesisch-Kenntnisse hatte ich mir meine Unterkünfte vorher noch auf chinesisch ausgedruckt. Sky International Hostel... Nirgendwo zu lesen. Laut Adresse und einigen Passanten war ich an der richtigen Adresse. Der Wärter kannte das Hostel auch nicht - gutes Zeichen :-P Also blieb nur anrufen. Der Wärter war so nett und ist beim Anruf eingesprungen, da keiner im Hostel englisch spricht. Nach 5 Minuten kam jemand runter - die Unterkunft ist eine von 12 Wohnungen im 38. Stock und ist an sich in Ordnung (natürlich gibt's nur ein Loch als Toilette und kein Klopapier, aber daran gewöhnt man sich :-) Ich bin in einem 10er Zimmer untergebracht, die Betten sind selbst den Chinesen oft zu kurz, lüften geht nicht und der Lichtschalter befindet sich irgendwo im Hostel (weder innen noch außen am Raum). Die erste Nacht habe ich mir zwar anders vorgestellt (um 2 Uhr habe ich jemanden in bestem Hochchniesisch gebeten mal den Lichtschalter zu suchen), allerdings bin ich noch ausgeruht und sehr motiviert. Außerdem muss man ja mal alles mitnehmen! Und schlafen geht wieder im Semester... 

Heute war also der erste Sightseeing-Tag. Ein Tempel hier, ein See da, eine Stadtmauer hier, ein Monument da und schon ist abends. Insbesondere der Hahnenschrein-Tempel war sehr beeindruckend. Interessant wird es auch immer, wenn ich mich kurz verlaufe: bei der Stadtmauer gab einen zentralen Ein- und Ausgang. Ich wollte aber unbedingt einen anderen Ausgang finden. Schlussendlich bin ich in einem Militär-Freizeit Park für Kinder gelandet. Man konnte neben Panzern und sonstige Militärfahrzeuge auch Raketen bewundern, schießen und "Tretbootfahren". Spielen mit Panzern ist schließlich ein Spaß für die ganze Familie, richtig? Naja, was solls... Heute war es außerdem seeeeehr schwül und Anti-brumm habe ich wohl ein paar Stunden zu spät drauf gemacht... Dennoch ist mein Fazit erstmal ein sehr positives: Das Essen ist wieder einmal genial :-) ich bin derweil von 3 warmen Hauptmahlzeiten auf viele kleine Zwischenmahlzeiten übergegangen. Heute hatte ich 7 dieser "Impulskäufe" zwischen je 4-18 RMB (50 Cent-2.20€, zusammen etwa 5-6€). Hier scheinen insbesondere herzhafte Pfannkuchen im Trend zu liegen. Mal sehen, was morgen ansteht. Den kulinarischen Auftrag nehme ich in China sehr ernst!

Was gibt's sonst noch? In Nanjing ist mit der Unterschied zwischen Arm und Reich krasser aufgefallen, als in unserem Stadtteil in Guangzhou. Während viele Luxusschlitten rum fahren, versuchen viele Menschen mit dem Verkauf oder der Reparatur von "wertlosen" Gegenständen etwas Geld aufzutreiben... Weiterhin habe ich das Gefühl auf der Straße nicht abgezockt zu werden. Wenn ich recht überlege, lohnt es sich bei 99,999% einheimischen Kunden auch einfach nicht. Das nehme ich dennoch sehr positiv wahr :-) 

Gleich geht's zum Hotspot Nanjings Xinjiekou und morgen geht's zu den Purpurbergen. Hoffentlich spielen Wetter & Co. weiterhin mit! Ich bin gespannt, was der Abend und der neue Tag so bringen!

Liebe Grüße wieder zurück in die Heimat!