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Changsha - Teil 1

Gestern Abend klappte die Ankunft in Changsha einwandfrei. Die Unterkunft ist zentral ("Downtown") gelegen und ich bin, weil Nebensaison, aktuell der einzige Gast. Dementsprechend ruhig war die Nacht (Holzbetten sind natürlich recht hart, aber man gewöhnt sich daran). 

Heute Morgen ging es dann entspannt los. Meine Gastgeberin hatte mir einen Suppenladen zum Frühstücken empfohlen. Sehr lecker der Laden und in der Nachbarstraße gab es wieder allerhand interessante und neue Gerichte zum ansehen (und natürlich auch zum probieren). Eigentlich war ich satt, allerdings konnte ich der Versuchung nicht widerstehen... Interessant wurde es dann, als ein Mann mit einem Handbrenner einen Schweinekopf bearbeitete. Ungewöhnlich, aber sicher effektiv im zubereiten. Die Qualität ist übrigens so schlecht, weil ich mit meinem Handy ein Foto von meiner Kamera gemacht habe...

Anschließend ging es zum Sightseeing auf die Orange Isle, auf der der Kopf des jungen Mao Zedong als Statue zu bewundern ist (Changsha war Mao Zedongs Heimat). Die Uferpromenade ist sicherlich sehr schön. Durch den Smog in der Stadt konnte man allerdings nicht viel sehen und ich beschloss, die Insel in der Mitte statt am Ufer zu erkunden. An mehreren Punkten gibt es verschiedene Parks mit Seen oder Gebäude erbaut in europäischem Stil. Da Hin- und Rückweg einige Zeit in Anspruch nahmen und Sonne und Wetter. Mitspielten, ließ ich mich in einem schönen Café nieder. Die Sonne machte aus kalten 10-12 Grad angenehme Temperaturen, sodass mir auch im.T-Short angenehm warm war. Was gibt es schöneres, als bei Sonnenschein gemütlich in einem Café zu sitzen?!

Im Anschluss ging es zum Xihu Lake, der hauptsächlich für Rudersport genutzt wird. Kein außergewöhnlich schöner See, aber in Ordnung. Dementsprechend ruhig (=wenige Menschen) war es auch an den meisten Teilen des Sees. Das wiederum machte es sehr schön. Nur der Bereich mit dem Strand und dem Kinderspielplatz war voller Kinder. Aber das ist natürlich völlig in Ordnung ;-)

Weiter ging es zur bekannten Uferpromenade am Xiang River. Von Ufer war leider nichts zu sehen - Bauarbeiten am ganzen Ufer. Dennoch hielt es die Menschen nicht davon ab, direkt an der Baustelle, während mit schwerem und lautem Gerät gearbeitet wurde, gemütlich bei Zigaretten zusammenzusitzen (nur die Männer rauchen), zu quatschen, Karten zu spielen (auch hier geschlechtergetrennt), zu tanzen oder zu musizieren. Durch die Verstärker ist der Baustellenlärm auch kein Thema. Und da mehrere Gruppen auf einem Platz Musik machen (und sich erfolgreich gegen den Baustellenlärm behaupten) und jeder Lautstärker benutzt, um sich auch gegen seine Mitstreiter zu behaupten, ist der Lärmpegel entsprechend. Aber es stört natürlich niemanden und so komme ich weiterhin in den Genuss chinesischer Kultur!Übrigens trugen heute alle Leute am "Ufer" überwiegend schwarze Kleidung. 

Nach ein paar kurzen Stops an Essensständen ging es dann zum Friseur, bevor es über noch mehr stände dann Richtung Wohnung geht.

Kleiner Fun Fact: Heute ist mir bisher kein Bleichgesicht begegnet!

Da heute Montag ist und die Museen und andere Attraktionen montags oft geschlossen sind, bleiben mir morgen, an meinem Abreisetag, mit dem Yuelu Mountain und der Gelehrten-Universität noch zwei Highlights. Vielleicht klappt das Hunan-Museum auch noch. Gegen 17 Uhr geht's dann zurück nach Guangzhou. Mittwoch ist dann die letzte Vorlesung des Semesters und 2 Prüfungen stehen nur noch an!