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Ankunft / Erste Woche

Ein Semester Guangzhou - endlich geht es los: Die Koffer sind gepackt, das Visum ist in der Tasche und für den Flug habe ich erfolgreich eingecheckt. Habe ich was vergessen? Sicherlich. Was? Werden wir sehen... Der Flug führt mich von Frankfurt über Chengsha nach Guangzhou. 13 Stunden Gesamtdauer, 6 Stunden Zeitverschiebung.

Um 10 Uhr Ortszeit komme ich an und es ist Kursregistrierung - daher nehme ich direkt die Metro zum Campus. Die Metro fährt zum Glück alle 2 Minuten, allerdings ist sie trotzdem immer voll. Ungewöhnlich: Fast alle Chinesen hängen unentwegt mit dem Gesicht nach unten am Handy - sogar noch deutlich mehr als bei uns. An der Uni angekommen suche ich die erste der drei Stationen, die ich für die Registrierung benötige - leider kann keiner auf dem Campus Englisch und das Maps-System funktioniert nicht wirklich... Da ich noch keine SIM-Karte habe kann ich auch niemanden erreichen - nach einer Stunde erreiche ich schließlich durchnässt das Gebäude: Erst ist es schwül, dann regnete es durchgehend (es ist noch Regenzeit).

Anschließend treffe ich endlich meine zukünftige Mitbewohnerin Carla und ihren Buddy, mit denen wir uns gleich auf Wohnungssuche begeben. Wie wir sehen werden, ist alles mit chinesischem Buddy viel einfacher und ohne sie wären wir bei vielen Dingen komplett aufgeschmissen gewesen - die meisten Chinesen können leider überhaupt kein Englisch. Die Wohnungen sind in einem... sagen wir verbesserungswürdigen Zustand und nach drei erfolglosen Besichtigungen fahre ich mit dem Bus zum Hotel - dort treffe ich meinen zukünftigen Mitbewohner Alex. Am nächsten Tag das gleiche Spiel mit der Wohnungssuche: Zuerst bekommen wir die weniger guten Wohnungen gezeigt, nach einer gewissen Zeit dann welche näher zur Uni und mit weniger Schimmel und Kakerlaken. Nach ca. 15 Besichtigungen haben wir dann schließlich die annehmbarste gefunden, die wir zu dritt innerhalb eines Tages auf Vordermann bringen konnten (PS: Ich finde sie jetzt tatsächlich schön).

Nach erfolgreicher Wohnungssuche ging es dann direkt zur Polizei zur Registrierung, zur Uni zum Abschluss der Registrierung (inkl. Fingerabdruck & Co.), zur Bank, zum Telefonladen, zum Supermarkt und weiteren Einrichtungen. Mein persönliches Highlight: Der Streetfood-Laden um die Ecke oder der Suppen-/Essensladen auf dem Weg zur Uni. Bei beiden kann man sich für knapp 1-2 Euro sattessen. 

Die erste "Woche" ist nun rum. Sie war unglaublich stressig und es war bisher leider keine Zeit für Bilder. Ab nächster Woche wird es sicher entspannter und ich freue mich ab jetzt auf die nächsten 4-5 Monate vor mir.

Cheers

Marcel